Die Kündigung des Arbeitsvertrags

Kündigung – was ist das?

Im Arbeitsrecht ist die Kündigung eine einseitige und empfangsbedürftige Willenserklärung des Arbeitgebers oder Arbeitnehmers, um ein bestehendes Arbeitsverhältnis zu beendigen. Die Rechtsgültigkeit von Kündigungen hängt elementar von deren Wirksamkeit ab, welche indessen an verschiedene Bedingungen geknüpft ist, danach müssen wichtige formelle Vorschriften eingehalten und zwingende Voraussetzungen erfüllt werden.

Es liegen mehrere Möglichkeiten vor die Kündigungsarten zum besseren Verständnis zu klassifizieren. Es ist zwischen einer Eigenkündigung durch den Arbeitnehmer und der Fremdkündigung durch den Arbeitgeber, zwischen einer ordentlichen und außerordentlichen Kündigung sowie zwischen den verschiedenen Kündigungsarten, wie betriebsbedingte, verhaltensbedingte, personenbedingte und krankheitsbedingte Kündigung zu unterscheiden. Dazu lässt sich zwischen Druck-, Verdachts- und Änderungskündigungen differenzieren.


Was ist bei einer Kündigung zu beachten?

Ein schwerwiegendes Erfordernis für die Wirksamkeit einer Kündigung ist die Schriftform, denn fehlt diese, ist die Kündigung zweifellos ungültig. Doch es gibt Ausnahmen, zum Beispiel wenn der Arbeitnehmer fernmündlich kündigt und in der Folge einfach nicht mehr zur Arbeit erscheint, kann er durchaus die Wirksamkeit der Kündigung herbeiführen.

Genauso erhebliche Aspekte einer Kündigung sind die Kündigungsfrist und der Kündigungsschutz. Das Kündigungsschutzgesetz bewahrt viele von Mitarbeitern vor einer ordentlichen Kündigung, da laut diesem nur bestimmte Kündigungsgründe zulässig sind. Allerdings gilt dieser Kündigungsschutz ausschließlich in Betrieben mit über zehn Beschäftigten und gilt nur für mehr als sechs Monate beschäftigte Arbeitnehmer.

Für bestimmte Personengruppen gibt es noch darüber hinausreichend ein besonderer Kündigungsschutz – so muss bei einer Kündigung eines Schwerbehinderten das Integrationsamt zustimmen. In keinem Fall dürfen Mitglieder des Jugend- und Betriebsrates, Mütter und Väter während der Elternzeit sowie Schwangere gekündigt werden.

Wenn Sie eine Kündigung bekommen haben, beginnt eine Frist zu laufen, innerhalb derer Sie eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Mannheim einlegen können, doch wird diese sogenannte Dreiwochenfrist versäumt, ist die Kündigung wirksam.

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